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Allergenkennzeichnung von Dinkel: Rechtliche Erklärung des BLL

In der Frage, wie Dinkel zukünftig deklariert werden soll, liegt jetzt eine Erklärung des Rechtsausschusses des Bunds für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. vor. Demnach sei der Begriff „Dinkel“ für eine Weizenart üblich und allgemein bekannt, so dass es keines klarstellenden Hinweises bedürfe.

Die EU empfiehlt Kennzeichnung von Dinkel als Weizen

Hintergrund war die Bekanntmachung der EU-Kommission vom Juli 2017, die empfiehlt, Dinkel- oder Durumprodukte in der Zutatenliste mit Weizen zu kennzeichnen. Getreide der Weizenarten wie „Dinkel“, „Khorasan“ oder „Durum“ soll eindeutig die Getreideart „Weizen“ beigefügt werden. Für Dinkel würde die Allergenkennzeichnung dann folgendermaßen lauten: „Weizen“ oder „Weizen (Dinkel)“ oder „Dinkelweizen“.

Da in Deutschland bisher eine andere Form der Kennzeichnung praktiziert wurde, sorgte die Nachricht aus Brüssel bei Lebensmittelherstellern, die Dinkelprodukte produzieren, für einige Aufregung. Es stand die Vermutung im Raum, dass die neue Bezeichnungsweise bei Verbrauchern für mehr Verwirrung als Klarheit sorgen könnte.

Wie ist die rechtliche Einschätzung des BLL zu bewerten?

Die Einschätzung des Rechtsausschusses des BLL, dass in Deutschland die von der EU angestrebte Allergenkennzeichnung nicht nötig sei, sorgt nun für Aufatmen.

Allerdings handelt es sich bei der Einschätzung um eine juristische Auslegung und keinen gerichtlichen Beschluss. Wie die Lebensmittelbehörden in Deutschland zu dem Papier stehen, ist noch nicht bekannt. Die Umsetzung der Allergenkennzeichnung von Dinkel liegt in der Verantwortung jeden Unternehmens. Das Dokument des BLL hilft jedoch bei der Argumentation, warum sich Unternehmen entscheiden, Dinkel weiterhin nur als solchen zu kennzeichnen.

Bei der Minderleinsmühle bleiben wir bis auf Weiteres bei der bisherigen und gut eingeführten Bezeichnung „Dinkel“, ohne erklärende Zusätze.

Nachfolgend können Sie in die Erklärung des Bunds für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde Einblick nehmen. Außerdem stellen wir Ihnen einen Link zur Stellungnahme der AÖL bereit:

Erklärung des BLL
Information der AÖL